E-Paper - 17. September 2015
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Hirnverletzung kennenlernen

WALENSTADT Kompetenzzentrum für Menschen mit einer Hirnverletzung feiert zehnjähriges Bestehen

Nach einer Feier für geladene Gäste am Freitagabend war am Samstag, 12. September, die Öffentlichkeit eingeladen, das Thema Hirnverletzung aus verschiedenen Perspektiven kennenzulernen. Das vielseitige Festprogramm forderte alle Sinne und lockte viele Interessierte und auch ehemalige Bewohner des Haus Selun an.

In seiner Eröffnungsrede blickte Peter Hüberli, Geschäftsführer des OVWB, auf die Entstehungsgeschichte des Haus Selun zurück. Bereits 1997 entstand die Idee, eine Institution zu schaffen, die Menschen mit einer Hirnverletzung auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleitet, um ihnen so grösstmögliche Teilhabe in der Gesellschaft zu ermöglichen.

Brücken bauen und beschreiten

Als Leiter der Abteilung Behinderung im Amt für Soziales überbrachte Beat Ernst die Grussworte des Kantons St. Gallen. Er betonte, stolz darauf zu sein, «dass es im Kanton St. Gallen ein solch einzigartiges Angebot wie das Haus Selun gibt». Das Haus Selun habe in den letzten Jahren wichtige Brücken gebaut zu Betroffenen und ihren Angehörigen, zu den verschiedenen Rehakliniken aber auch zum Kanton. Brigitta Buomberger, Institutionsleiterin Haus Selun und Movero, fügte an, dass sich in den letzten zehn Jahren doch einiges verändert habe: Neue Konzepte wurden erstellt und Strukturen entwickelt, die den im Alltag körperlich und emotional stark geforderten Bewohner/-innen und Mitarbeiter/-innen Sicherheit bringen. «Eines ist unverändert geblieben: Das enorme Engagement der Mitarbeitenden im Haus Selun» erwähnte sie stolz und gerührt, «auch wenn die verschiedenen Situationen nicht immer einfach sind». An beiden Tagen führte die Theatergruppe Knotenpunkt das Stück «Kopf voran» auf, welches von zwei unterschiedlichen Schicksalen erzählt. Die Geschichten von Frau Hofmann, welche nach einem Schlaganfall aufgrund einer Halbseitenlähmung im Rollstuhl sitzt und Frau Lauber, welche ein Schädel-Hirn Trauma erlitten hatte, zeigen auf eindrückliche Art und Weise, mit welchen Schwierigkeiten nicht nur die Betroffenen, sondern auch deren Angehörige kämpfen. Das interaktive Theaterstück, bei welchem das Publikum zum Intervenieren und Mitdiskutieren aufgefordert wurde, vermochte die Zuschauer auf einer emotionalen Ebene abzuholen und ihnen einen tiefen und bleibenden Einblick in das Thema zu geben.

Selber ausprobieren

Sich aktiv mit dem Thema Hirnverletzung auseinandersetzen kon-nte auch, wer sich auf den Brain Parcours begab oder sich auf den Rollstuhlparcours wagte. Hier konnte man verschiedene Thera-piemethoden wie zum Beispiel die Spiegeltherapie ausprobieren oder die Tücken vom Alltag kennen lernenpd

St.Galler Oberland Nachrichten vom Donnerstag, 17. September 2015, Seite 12 (98 Views)

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